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für Kinder
 

 

Die Computeroase - so ist es bei uns

Praxisbericht des Kindergartens an der Denningerstraße 1 Pavillon

Im Januar, Februar und März 2001 hatten wir das Projekt Abfall. Unter anderem bauten wir einen Computer und dichteten zu unserem gelernten "Alles- Aufheb- Lied " drei neue Strophen.
Als die Lieblingsspiele unserer Kinder am Computer haben sich "Fritzi Fisch und das Flossengespenst" sowie "Fritzi Fisch und der verschwundene Schatz" herausgestellt.
Die Gründe, die die Kinder nannten:
Weil man viele Dinge lösen muss.
Es ist sehr spannend.
Lustige Dinge passieren wie z.B. "Es wird die Seerobbe mit Tinte vollgespritzt."
Die lustigen Mitspieler gefallen uns.
Weil die Haie das Spielzeug klauen wollen.
Außerdem kann man mit der Maus klick, klack, die Schildkröte abschießen

Auf die Frage an die Kinder: " Warum spielt ihr so gerne Computer?" lauteten die Antworten:

  • Ich spiele gerne Computer, weil ich da so klicken und dadurch etwas verändern kann.
  • Ich kann über die Maus bestimmen:
  • Mir gefällt das Spiel: " Max und die Piraten", weil die Mutter von dem Piratenmädchen Nina so lustig spricht, z.B. "du aufgeplusterter Kauz."
  • Mir gefallen die Denkspiele, weil ich da raten und was lernen kann. Ich merke dann, dass ich schon so viel weiß."
  • Ich mag Max das Schloßgespenst. Denn es ist lustig, wenn das Gespenst den Besen als Gitarre nimmt. Oder ein Gespenst im Vogelhäuschen sitzt und "Essen ist fertig, ruft."

Ein japanischer Junge liebt das Spiel Weltreise, weil er seine Heimat Japan sieht. Andere Kinder mögen das Spiel auch gerne , weil sie viele Länder kennen lernen. Viele haben auch Freude am Ausdrucken.
Eine weitere Frage an die Kinder: war: " Spielt ihr lieber alleine oder mit Freunden?"
Einhellige Aussagen der Kinder waren: Sie spielen lieber mit Freunden, denn da hilft man sich gegenseitig und wechselt im Spiel ab. Außerdem erreicht man gemeinsam schneller ein höheres Level.

Aussagen der Eltern:

  • Die Kinder kontrolliert und dosiert spielen lassen.
  • Sie sollten in der heutigen Zeit lernen, spielerisch mit dem Computer umzugehen.
  • Erst ab vier Jahren sollten die Kinder die Möglichkeit zum Spielen am Computer haben.
  • Die pädagogisch ausgewählten Computerspiele finden die Eltern gut.
  • Ebenso, dass sie an den Projekttagen die Möglichkeit haben, neue gute Computerspiele kennen zu lernen.

Meinungen der Gäste an den Aktionstagen:( Es waren eingeladen, die 3.+ 4. Klassen der Gebele Schule mit ihrem Lehrer, Kinder und Erzieher des Nachbarkindergartens, Ehemalige, die bei der ersten Phase des Computerprojektes vor drei Jahren teilgenommen hatten.)
Die Vielfalt der angebotenen Computerspiele und das Kennenlernen neuer pädagogisch sinnvoller Spiele und das Ausprobieren und die fachliche Unterstützung der Medienpädagogen vom SIN- Studio hat allen Beteiligten gut gefallen.

Monika Kasek (Leiterin)
Reinhild Schöpe-Carstiuc


Praxisbericht des Kinderhortes Berg-am-Laim-Straße 126


Unsere Hortgruppe macht bei dem Mula-Projekt 3 mit. Unsere Gruppe besteht aus 25 Kindern im Alter von 6-9 Jahren.

Seit 2 Jahren nutzen die Kinder an zwei Tagen in der Woche den Computer. Im Laufe der Zeit konnte ich feststellen, dass die Mädchen den Computer anders nutzen als die Jungen. Viele Jungen aus unserer Gruppe hatten schon eigene Erfahrungen mit dem Computer gemacht. Sie haben auch außerhalb des Hortes Interesse am Computer, Computerzeitschriften, Computersprache und dessen Anwendungsprogramme.

Einige Mädchen aus unserer Gruppe haben zwar auch schon Vorkenntnisse, aber der Computer ist ihnen im Hortalltag nicht so wichtig. Sie blättern nicht wie die Jungs gemeinsam Computerzeitschriften durch oder unterhalten sich über die neuesten Computerspiele. Bei den Buben kommt es auch häufiger vor, dass sie alleine ein Computerspiel spielen. Die Mädchen sitzen eher in einer Gruppe vor dem Computer.

Den Buben ist es wichtig, Spiele zu spielen, bei denen man gewinnen oder jemanden besiegen kann. Die Mädchen bevorzugen eher Spiele, bei denen etwas gesucht, entdeckt oder verändert werden kann. Die Buben probieren mehr aus am Computer und versuchen alleine, ohne die Erzieherin, ein Problem zu lösen. Die Mädchen hingegen holen sich oft Hilfe, wenn sie nicht weiterkommen.

In unserer Einrichtung bedienen die Jungs den Computer wesentlich häufiger als die Mädchen. Viele Jungen nutzen an den Computertagen sofort nach Betreten unseres Hortes ihre Chance, am Computer zu spielen. Die Mädchen vergessen diese Tage oft und beschäftigen sich mit anderen Dingen. Sie lassen sich auch selten von ihrem Spiel unterbrechen, um am Computer zu sitzen. Die Jungen nehmen es eher wahr, wenn der Computer frei ist und unterbrechen dafür auch mal ihr Spiel. An schönen Tagen, wenn alle Kinder im Garten sind, denken die Jungen eher daran wieder ins Haus zu gehen, um an dem Computer zu spielen.

Damit die Mädchen mehr Interesse für den Computer zeigen, müsste unserer Meinung nach mehr entsprechende Software für Mädchen entwickelt werden. Auch wäre es in unserer Einrichtung ratsam, einen Computertag nur für die Mädchen einzurichten. An diesem Tag hätten sie die Möglichkeit, den Computer uneingeschränkt zu nutzen, ohne sich nach den Jungen zu richten. Dies werden wir für die weitere Projektarbeit einplanen.


Claudia Schinseck
Stellvertretende Leiterin

 
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